MadJohn

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Lost in Relationship

Buenos dias mi amigos pequenos. Dem fleißigen Verfolger meiner prosa-artigen Ergüsse wird es vielleicht schon aufgefallen sein, dass ich mir über die verschiedensten Dinge Gedanken mache. Die ungesunde Mischung aus Rauschmitteln, Langeweile und schlaflose Nächte ergeben einen ziemlich merkwürdigen Cocktail, den ich gerne als den Beginn von Weisheit betrachte. Vielleicht ist es aber auch nur der Beginn von Wahnsinn, das lässt sich schwer unterscheiden.
Ich ließ in letzter Zeit oft meine Gedanken schweifen. Saß einfach nur da, in meinem WG-Zimmer, umgeben von dem Chaos aus schmutzigen Tellern und Tabak und erzeugte dabei ein regelrechten Starkstrom zwischen meinen Synapsen. Und ich ertappte mich des öfteren, wie ich über das Konzept von Liebe und Beziehungen philosophierte. Findet ihr das Ganze nicht auch merkwürdig?
Ich denke jedem ist das Grundprinzip bekannt: Mann findet Frau oder Frau findet Mann, sie lernen sich kennen, sie verlieben sich, boom Beziehung. Sicherlich kann eine funktionierende Beziehung das höchste Glück bedeuten, aber da ich hier nun einmal das Synonym MadJohn benutze, will ich nicht über die Guten- sondern über die Schattenseiten einer Beziehung reden.
Dazu eignet sich am besten ein anthropologischer Ansatz. Beobachten und lernen. Und ich hab in den letzten Jahren einiges beobachten können meine Freunde. Beziehungen verändern Menschen und das nicht immer zum Guten. Ich sah Leute ihre eigene Individualität verlieren.Wobei das wohl bis zu einem gewissen Grad dazu gehört. Besorgniserregend wird es erst, wenn es an die eigene Essenz geht, die ideologische Sichtweise. Ich sah findige Geister fallen, die vor ihrer Beziehung voll von Träumen und Plänen waren und heute so verdreht sind, dass ich sie schon in der Vorstadt mit Haus und Garten sehe, ein Balg auf dem Arm und ,,Runter von meinem Rasen" schreiend, gefangen in ihrem eigenen engstirnigen Traum vom Spießbürgertum und das dann auch noch als Maß aller Dinge preisen.
Ich sah Menschen, die nachdem Ende ihrer ersten großen Beziehung die Einsamkeit nicht kompensieren konnten und so lächerlich bedürftig nach Nähe und Zuneigung waren, dass sie es nicht mehr alleine aushielten.Ich sah Pärchen immer mehr zusammen wachsen, bis man sie nicht mehr als einzelne Personen wahrnahm, sondern nur noch als Doppelpack. Eine wirklich nervige Eigenschaft wenn ihr mich fragt.
Ich könnte noch eine ganze Weile so weiter machen, aber ich denke meine Botschaft ist angekommen. Liebe ist vielleicht das größte Gefühl zu das der Mensch fähig ist, aber sich komplett darin zu verlieren nimmt in den wenigsten Fällen ein gutes Ende. Damit habe ich euch genug mit meinen Weisheiten erquickt und verbleibe mit besonders unfreundlichen freundlichen Grüßen
MadJohn

16.5.16 14:14

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